Mika Etchebehere (geb. Micaela Feldman) war eine internationalistische Marxistin. Sie kämpfte im spanischen Bürgerkrieg gegen den Faschismus und leitete als einzige Frau eine Colonne der Milizen.
Sie wurde am 02. Februar 1902 als Tochter jüdischer Eltern in Argentinien geboren und kam zum ersten Mal mit 15 Jahren mit anarchistischen Gruppen in Kontakt. Während ihres Studiums (Ontologie) an der Universität in Buenos Aires lernte sie ihren späteren Mann Hipólito Etchebéhère kennen. Dort begann sie mit der undogmatischen marxistischen Gruppe Insurrexit zusammenzuarbeiten und trat 1924 schließlich der Kommunistischen Partei Argentiniens bei. Zwei Jahre später wurde sie von dieser, durch ihren Widerstand gegen die Stalinisierung der Partei und positiven Bezug auf Trotzki, ausgeschlossen.
1931 ging sie zusammen mit Hipólito nach Europa. 1936 schlossen sie sich der marxistischen Partei P.O.U.M (Partido Obrero de Unificación Marxista, Arbeiterpartei der Marxistischen Einheit) in Spanien an und kämpften dort gegen den Putsch Francos. Der Partei standen sie nahe, da sie aus linken Oppositionellen der Kommunistischen Parteien Europas bestand und mit der anarchistischen Gewerkschaften Spaniens zusammenarbeitete. Dabei nahm Hipólito eine führende Stellung innerhalb der internationalen Milizverbände ein, während Mika eher im Hintergrund blieb. Dies änderte sich schlagartig nachdem Hipólito nach kurzer Zeit in der Schlacht von Sigüenza getötet wurde. Mika übernahm daraufhin nach und nach die Führung der Einheit und kämpfte in zahlreichen Gefechten des spanischen Bürgerkrieges (Moncloa, Pineda de Húmera, Guadalajara) im Schützengraben neben ihren männlichen Genossen.
Ab Juni 1938 diente sie dann in den hinteren Frontlinien und leistete Unterstützungsarbeit bei der Eindämmung des Analphabetismus in Form von Lese- und Schreibkursen, sowohl für die kämpfenden Verbände, als auch für die spanische Zivilbevölkerung.
Nachdem die Franco-Truppen Madrid einnahmen, flüchtete Mika Etchebehere zuerst nach Frankreich und später nach Argentinien durch die drohende Festnahme als Jüdin. Nach dem Ende des II. Weltkrieges kehrte sie nach Frankreich zurück. Am Generalstreik und Aufstand vom Mai 1968 beteiligte sie sich aktiv und behielt zeitlebens ihre politische Haltung.
1975 veröffentlichte sie ihre Biographie `Ma guerre d'Espagne à moi´ (La guerra mia –Eine Frau kämpft für Spanien) auf Französisch.
Mika Etchebehere starb am 07. Juli 1992 im Alter von 90 Jahren in Frankreich.